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wlb - Wasser, Luft und Boden 4/2016

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WASSER-/ABWASSERTECHNIK

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Asset Management von Versorgungsnetzen Nicht-invasive Verfahren zur Leckageortung und Zustandsbewertung von Rohrleitungen deraten Zustand der Leitungsabschnitte schließen. Einzige Ausnahme bildete die untersuchte Graugussleitung DN125, die infolge der ermittelten Restwandstärke mit einem schlechten Zustand bewertet wurde. Aufgrund von früheren Auffälligkeiten wurde diese Leitung seitens der New Netz GmbH bereits als erneuerungsbedürftig eingestuft. Optimierte Investitionsplanung Kai Sengwitz Eine gezielte Zustandserfassung und -bewertung von Rohrleitungen ist für eine optimale Investitionsplanung bei der Erneuerung von Versorgungsnetzen von großer Wichtigkeit. Hierbei kommen zwei patentierte Verfahren zum Einsatz. Die New Netz GmbH, ein Tochterunternehmen der New AG, die ein Versorgungsnetz mit einer Länge von 1900 km in der Region Mönchengladbach und linker Niederrhein betreibt, beauftragte Saint- Gobain Pam Deutschland mit der Zustandsbewertung von mehreren Trinkwasserversorgungsleitungen aus Asbestzement und Grauguss auf insgesamt 3,3 km Länge. Zur Untersuchung mit dem Epulse-Verfahren von Echologics wurden Wasserversorgungsleitungen aus Asbestzement (DN250 bis DN700, Stadt Viersen) und zwei Wasserversorgungsleitungen aus Grauguss (DN125 und DN300, Stadt Mönchengladbach) ausgewählt. Mittels der beiden nicht-invasiven Verfahren Echowave und Epulse können Zustand und etwaige Leckagen von Wasserleitungen erkannt werden. Zur Durchführung der Messungen werden alle 100 bis 200 m an vorhandenen Zugangspunkten, wie z. B. Einbaugarnituren von Schiebern und Hydranten, akustische Sensoren platziert. Kopflöcher zur Freilegung der Rohroberfläche sind in der Regel nicht erforderlich. Während Echowave die Ortung von Leckagen ermöglicht, dient das Epulse-Verfahren der Zustandsbewertung. Es kombiniert die vor Ort gemessenen akustischen Daten mit Informationen über die Bauart des Rohres und berechnet so die bestehende strukturelle (Rest-)Wandstärke. Bei dieser Berechnung sind insbesondere der Rohrwerkstoff, der innere Durchmesser und das Elastizitätsmodul die entscheidenden Variablen. Die Epulse-Zustandsbewertung errechnet den prozentualen Wandstärkenverlust durch den Vergleich der gemessenen mit der ursprünglichen Wandstärke. Im Rahmen der Zustandserfassungen vor Ort konnte festgestellt werden, dass sich die geprüften Leitungsabschnitte in einem durchgehend einheitlichen Zustand befinden. Der Verlust der strukturellen Wandstärke lässt auf einen guten bis mo- Allgemein basieren Strategien der Netzbetreiber zur Rehabilitation von Versorgungsnetzen zumeist auf Kennzahlen wie Werkstoff, Leckrate, Alter, Art und Durchmesser der Leitungen und deren Schadenshistorie. Bei dieser Verfahrensweise besteht jedoch das Risiko von Fehlentscheidungen: Noch intakte Leitungen werden ausgetauscht und andere mit erheblichen Verlusten der strukturellen Rohrwand verbleiben im Boden und werden weiter genutzt. Wirklich erforderliche Erneuerungsmaßnahmen mit dem gezielten Einsatz von Investition basierend auf dem echten Bedarf können nur unzureichend erfolgen. Im Rahmen der durchgeführten Maßnahme mit der New Netz GmbH stellen sich die Ergebnisse der Zustandsbewertung als eine effektive Komponente des Bestandsbewertungsprozesses für die Priorisierung und damit zur Optimierung der Investitionsplanung bei der Erneuerung des Versorgungsnetzes dar. Darüber hinaus konnten die Vorteile des nicht-invasiven Epulse-Verfahrens zur Rohrzustandsbewertung gegenüber alternativen Technologien, bei denen die Kosten für eine Außerbetriebnahme der Leitung hoch sein können, nachgewiesen werden. www.pamline.de Funktionsprinzip der Epulse-Diagnostic Autor: Dipl.-Ing. (FH) Kai Sengwitz, Leiter Technischer Vertrieb & Marketing, Saint-Gobain PAM Deutschland GmbH, Saarbrücken 26 wlb 4/2016

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Gefahrstofflagerung heute Werden brennbare Gefahrstoffe gelagert, so besteht nach den gesetzlichen Bestimmungen der TRGS 510 die Verpflichtung, für einen ausreichenden Luftwechsel zu sorgen. Durch den Einbau eines explosionsgeschützten Lüfters im Dauerbetrieb wird bisher ein 5-facher Luftwechsel pro Stunde erreicht. Dies erfordert einen entsprechend hohen Energieverbrauch durch den Dauerbetrieb des Lüfters. Säbu entwickelte mit dem Safe Tank Control ein Gefahrstofflager, das über einen Lüfter in Verbindung mit einer Gaswarnanlage inklusive einem integrierten Sensor verfügt. Der Sensor misst im Innenraum permanent die vorhandene Gaskonzentration der überwiegend eingesetzten Gase. Sobald die Konzentration 10 % der untersten Explosionsgrenze (UEG) übersteigt, schaltet sich der Lüfter automatisch ein, auch bei geschlossenem Gefahrstofflager. Eine gelbe Kontrollleuchte an der Außenseite des Gefahrstoffcontainers zeigt dies an. Sinkt die Konzentration wieder unter 10 % schaltet sich der Lüfter automatisch ab. Bei einer Überschreitung von 20 % unterbricht die Gaswarnanlage automatisch die Stromzufuhr zu allen elektrischen Geräten im Innenraum. Der Safe Tank Control ist geprüft durch das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin für die Lagerung aller WGK-Klassen 1–3 (GHS-Kategorie 1–4). Zur Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten (GHS-Kategorie 1–3) sowie zur aktiven und passiven Lagerung nach Betriebssicherheitsverordnung wurde ein Gutachten durch den Tüv Rheinland erstellt. Die CE-Kennzeichnung mit Leistungserklärung für den ortsgebundenen Standsicherheitsnachweis nach Eurocode 3 liegt vor. Comet.indd 1 www.saebu.de Phosphor-Rückgewinnung in Kleinkläranlagen Lösungen gegen Algen und Schlamm! Miwag Greentech bietet eine Lösung für eine kosteneffiziente Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser an, bei der Calciumhydroxid als einziges Flockungsmittel genutzt wird. Technologie-Vorteile sind u. a. eine kürzere Zeit für die Sedimentation, die Erhöhung der Produktionsleistung, weniger Einsatz von Chemikalien, reduzierte Gesamtbetriebskosten und der Austrag wiederverwendbare Nebenprodukte z. B. Bio-Dünger. Die Technik ist für Kleinkläranlagen bis 5000 Einwohner ausgelegt. Die Aufstellung der Anlage erfolgt in der Nähe des Absetzbeckens. www.miwag-greentech.de Wasserbelüftung –Abwasserbelüftung Wasseraufbereitung Linn Gerätebau GmbH An der Sauerlandkaserne 1 Gewerbegebiet Sauerlandkaserne 57368 Lennestadt-Oedingen Telefon: +49 (0)2725 22021-0 Telefax: +49 (0)2725 22021-20 info@linn.eu www.linn.eu wlb 4/2016 27 LINN.indd 1 12.04.2016 09:56:20