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wlb - Wasser, Luft und Boden 4/2015

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ZUM SCHLUSS Kosten

ZUM SCHLUSS Kosten sparen und Umwelt schonen zahlen sich aus Der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist wesentlich für den Klimaschutz. Er ist aber auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor: Mit über 40 Prozent sind die Materialkosten der mit Abstand größte Kostenblock im verarbeitenden Gewerbe. Im globalen xxx Wettbewerb kann ein kostenbewusstes Unternehmen gar nicht anders, als so material- und energiesparend wie möglich zu produzieren. Oberstes Ziel erfolgreichen Wirtschaftens ist es, mit einem immer geringeren Ressourcenverbrauch dasselbe oder gar ein besseres Resultat zu erreichen. Ressourceneffizienz zahlt sich also in vielerlei Hinsicht aus: für wettbewerbsfähige Unternehmen, einen starken Standort Deutschland und für die Schonung der natürlichen Ressourcen unseres Planeten. Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz, Berlin Materialquote optimieren Die Materialquoten in der Industrie betragen oft über 45 %. Damit ist dies die größte „Stellschraube“ für signifikante Potenziale. Durch Verbesserungen bei der Produktgestaltung, der Fertigung oder der Logistik kann die Materialeffizienz drastisch gesteigert werden. Dadurch wird auch das „Working Capital“ und hier unnötig gebundene Liquidität verbessert. Dabei geht es nicht darum, „mit allen Mitteln“ die Materialquote zu minimieren; vielmehr gilt es, diese zu „optimieren“. Schließlich bewirken Automatisierungs-, Outsourcing- und Produktivitätsoptimierungen eine Steigerung der Materialquote. Daher ist hier immer ein ganzheitlicher Ansatz gefordert. Interessant ist, dass auch seitens des Bundes (BMWi) derartige Projekte finanziell gefördert werden. Die Spezialisten der Prius Consult GmbH kennen sich sowohl fachlich als auch bzgl. der Fördermittel perfekt aus und können hier nachhaltig weiterhelfen. Rohstoff- und Materialeffizienz Der Bedarf an Rohstoffen steigt national und international nach wie vor stark an. Daher ist absehbar, dass die vorhandenen Ressourcen früher oder später an ihre Grenzen stoßen werden. Mittel- und langfristig muss daher nicht nur um eine relative Entkopplung, sondern eine absolute Senkung des Rohstoffverbrauchs erreicht werden. Dieses Ziel ist nur durch eine deutliche Verbesserung der Materialeffizienz und des Rohstoffverbrauchs zu erreichen. Rohstoffsicherung durch intelligenten Rohstoffeinsatz Als eines der weltweit führenden Industrieländer ist Deutschland auf eine sichere Versorgung mit mineralischen Rohstoffen angewiesen. Dabei ist die Bedarfsdeckung bei Metallrohstoffen, einzelnen Industriemineralen und Energierohstoffen – mit Ausnahme der Braunkohle – sehr stark von Importen abhängig. Ressourceneffizientes Wirtschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette trägt dazu bei, dass sich Unternehmen nachhaltig gegen Beschaffungsrisiken wie volatile Rohstoffpreise und Lieferengpässe absichern und gleichzeitig Kostenvorteile in der Produktion erschließen. Um den Stellenwert der Rohstoffeffizienz stärker hervorzuheben, zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit der Dera jährlich herausragende Beispiele für eine intelligente Verwendung von Rohstoffen mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis aus. Dr. Peter Buchholz, Leiter der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Berlin Dr. Burkhard Wölfling, Geschäftsführer Vorsitzender, prius consult gmbh, Düsseldorf 42 wlb 4/2015

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 1/2016 ERSCHEINUNGSTERMIN: 26. 02. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 11. 02. 2016 01 02 03 Umwelttechnik für Industrie und Kommune 04 Der direkte Weg Internet: www.wasser-luft-und-boden.de E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: redaktion@wasser-luft-undboden.de GreenTec: www.en.engineering-news.net 01 Die Trends im Umgang mit industriellen Problemwässern und neue Behandlungsmethoden für diesen Bereich werden auf der kommenden Ifat vorgestellt 02 Zentrale Komponente im VAwS/AwSV-orientierten Produktensemble eines Herstellers ist ein Sicherheitsauffangbecken – es wurde für den Einsatz bei Abfüll- und Umschlagflächen wassergefährdender Flüssigkeiten entwickelt und gewährleistet im Havariefall deren Rückhalt 03 In einem Kompostierungssystem soll das verwertbare organische Material unter Einfluss von Luft, Bakterien und Pilzen abgebaut werden; besonders zuverlässige Helfer für den Prozess sind Mitteldruckventilatoren 04 Eine spezielle Analytik hilft zu klären, welche Bauprodukte bei Bodenkontakt schädliche Substanzen in die Umwelt abgeben können (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) wlb 4/2015 43