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wlb - Wasser, Luft und Boden 4/2015

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WASSER-/ABWASSERTECHNIK

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Weg mit dem Alten Ein Pumpentausch verbessert die Energieausbeute Manuel Neubert Der jüngste G7-Gipfel im bayerischen Elmau hat einen neuen Begriff publik gemacht, die Dekarbonisierung. Weil Deutschland im Thema Energiewende eine Vorreiterstellung einnimmt, steht die Bezeichnung im direkten Zusammenhang mit effizienter Pumpentechnik. Gemeint ist mit Dekarbonisierung die Abkehr der Weltwirtschaft von Öl, Gas und Steinkohle als Mittel zur Energiegewinnung. Über die Haltbarkeit dieser politischen Selbstverpflichtung lässt sich streiten. Die Botschaft aber ist eindeutig, Klimaschutz ist überlebenswichtig. Dazu sollen CO 2 -Ausstoß und Energieverbrauch reduziert werden. Tragende Säulen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die effizientere Nutzung der vorhandenen Energie. Das bedeutet auch, ineffiziente (weil alte) Anlagen und Geräte, die Strom zum Antrieb nutzen, durch neue Modelle zu ersetzen. Bei Industrieanwendungen Autor: Manuel Elbert, Niederlassungsleiter Standorte Großostheim und Ludwigsburg, verantwortlich für die Marke Lowara, Xylem und in der Gebäudetechnik führt das zwangsläufig zum Austausch von alten Wassernormpumpen gegen neue, hocheffiziente Technik, wie sie Xylem mit den Wassernormpumpen Lowara e-NSC anbietet. Ein Baustein auf dem Weg hin zur energieeffizienten Nation ist das neue Energiedienstleistungsgesetz EDL-G 2015. Es betrifft in der aktuell gültigen Fassung die Angelegenheiten von Industrie, Gewerbe und Kommune, Anlagen und Geräte im Einsatz bei Unternehmen in Deutschland. Einsparpotenziale erkennen und nutzen Von jetzt an sind alle Unternehmen im neuen EDL-G 2015 erfasst, die mindestens 250 Mitarbeiter beschäftigen oder mindestens 50 Mio. EUR Jahresumsatz und 43 Mio. Euro Bilanz angeben, auch aus dem nicht-produzierenden Gewerbe. Das Ziel ist, Energieeinsparpotenziale aufzuzeigen und zu nutzen. Bis zum Jahr 2020 soll der Primärenergieverbrauch um 20 % niedriger sein als im Vergleichsjahr 2008, bis 2050 sogar um gut die Hälfte. Als geeignetes Instrument dazu sieht die neue Gesetzesvorgabe Energieaudits nach DIN16247 in Großunternehmen vor. Eine entscheidende Frage dabei ist: Wo kann der Stromverbrauch deutlich reduziert werden? Die Audits zielen unter anderem auf eine Prüfung des Energieverbrauchsprofils ab. Das Ergebnis soll zudem konkrete Verbesserungsvorschläge beinhalten, die auf einer Lebenszyklus-Kostenanalyse basieren. Energieaudits erfolgreich durchführen Dabei kann es sich zum Beispiel um den eingangs beschriebenen Pumpentausch handeln. Mit den Lowara e-NSC Wassernormpumpen hat Xylem eine energieeffiziente Pumpenreihe entwickelt. Auf Anwendungen in der Gebäudetechnik von großen Gewerbeobjekten ist sie ebenso abgestimmt wie für die Verwendung im kommunalen Bereich. Die Lowara Wassernormpumpen erreichen schon heute den Referenzwert für Wasserpumpen, einen MEI (Mindesteffizienzindex) von ≥ 0,4, zudem sind sie mit hocheffizienten IE3- Motoren ausgestattet. Damit erfüllen sie die verschärften ErP-2015-Vorgaben der Europäischen Union. Unternehmen profitieren also gleich mehrfach vom Pumpentausch – und nicht nur die, die sich im Geltungsbereich des EDL-G 2015 befinden. Der Austausch senkt den Energieverbrauch und führt somit zu niedrigen Betriebs- und Energiekosten. Zudem versetzt die moderne Pumpentechnik Unternehmen eher in die Lage, die Hürden der Energieaudits problemloser zu nehmen. Ein weiterer Vorteil: Die Investition amortisiert sich laut Xylem bereits in kurzer Zeit. All diese Effekte sind unmittelbar spürbar und mit Blick auf das EDL-G 2015 auch sicher notwendig für viele Unternehmen. Deutschlandweit oder gar global betrachtet leistet der Pumpentausch darüber hinaus einen (kleinen) Beitrag zur Dekarbonisierung. www.xylemwatersolutions.com/de 18 wlb 4/2015

Längere Pumpenlaufzeiten bei Problemabwässern Abwasser-Pumpstationen haben in der Regel sehr heterogene Zuflüsse. Ein städtisches Pumpwerk wird beispielsweise neben den alltäglichen Abwasserbestandteilen mit dem Schmutzwasser einer benachbarten Fleischverarbeitungsindustrie beaufschlagt. Um dem hohen Wartungs- und Materialaufwand künftig besser zu begegnen, wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen beschlossen. So wurde der Schacht nach Ausbau aller Einbauten zunächst mit einer Spezialbeschichtung saniert. In zweiwöchiger Arbeit wurde in mehreren Arbeitsgängen eine Hybrid-Silikat-Beschichtung auf die gesamte Innenfläche des Schachtes aufgebracht. Um bei Pumpen und Armaturen zukünftig eine längere Lebensdauer zu erreichen, wurden diese vom Hersteller Pentair Jung Pumpen besonders behandelt. Die Gussoberflächen von Pumpen, Gleitrohrfüßen und -klauen wurden tauchgrundiert und doppelt lackiert, Laufräder und Ringgehäuse wurden mit einer speziellen Flüssigkeramik beschichtet. www.jung-pumpen.de Förderung von Abwasser mit Feststoffanteil Die Gemeinde Schneverdingen hat ein Pumpwerk modernisiert. Zwei Tauchmotorpumpen der Marke Flygt mit N-Technologie von Xylem verrichten jetzt zuverlässig ihren Dienst. Gesteuert wird das System über die intelligente Regelung Flygt Smartrun. Feststoffe im Abwasser hatten bei der Altanlage regelmäßig zu Laufrad-Verstopfungen geführt. Die Umrüstung hatte zur Folge, dasss nahezu keine Verstopfungen mehr auftreten und der Energieverbrauch sich um gut 30 % reduzierte. Das Besondere an der Abwasserpumpe ist die sogenannte N-Technologie. Das adaptive Laufrad der Pumpe ist axial so gelagert, dass es sich nach oben bewegen kann. Es weicht also aus und gibt den Weg frei für größere Feststoffansammlungen und sorgt für deren zügigen Transport durch die Hydraulik, ohne dass Anhaftungen etwaige Verstopfungen begünstigen. Energieeffizienz dank moderner Pumpentechnik Effiziente Pumpentechnologie von NETZSCH Dank unserer modernen Pumpentechnologie und cleveren Konstruktion sparen Sie Energie. Der reduzierte Energiebedarf bei gleichzeitiger Erhöhung der Pumpenleistung verringert die Stromaufnahme und schont so nachhaltig unsere Umwelt. Unsere Pumpen stehen für absolutes Umweltbewusstsein. www.xylemwatersolutions.com/de Kontrollierte Ableitung ohne Verstopfen Mit Rigolimit V will Fränkische einen Drosselschacht für die kontrollierte Ableitung von Regenwasser aus Rückhalteanlagen liefern. Der Schacht nutzt die physikalischen Grundprinzipien des Wirbeleffekts. „Das Besondere daran ist, dass der Schachtkörper selbst als Wirbel-Drosselelement dient. Durch tangentiales Anströmen des Wassers in den Schachtkörper entsteht ein Wirbel, der den Abfluss durch hydraulischen Widerstand selbstregulierend drosselt. Die einzigartige Konstruktion spart so weitere Bauteile zur Drosselung, die Kosteneffizienz ist damit garantiert. Mit der Wirbeltechnik soll bei gleicher Durchflussleistung ein bis zu 2,5-fach größerer Abflussquerschnitt als vergleichbare Lochblenden herkömmlicher Drosselelemente erzielt werden. Aber nicht nur der größere Querschnitt der Blende minimiert die Verstopfungsgefahr. Auch die Energie und Reinigungswirkung des Wasserwirbels verhindert, dass der Abfluss verstopft. Bei geringem Niederschlag kann das Wasser, noch bevor sich der Wirbel aufbaut, direkt durch die große Blende abfließen. Somit gewährleistet das System über alle Betriebszustände hinweg eine hohe Abflussleistung. TORNADO® T2 Drehkolbenpumpe NEMO® Exzenterschneckenpumpe NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH Tel.: +49 8638 63-0 Fax: +49 8638 67981 info.nps@netzsch.com www.netzsch.com www.fraenkische.com