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wlb - Wasser, Luft und Boden 3/2017

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LUFTREINHALTUNG/KLIMASCHUTZ Reinraumbedingungen der Klasse 5 an jedem beliebigen Arbeitsplatz Nicht für jede Anwendung kann ein kompletter Reinraum angeschafft werden, da dafür oft Investitionen im 5–6-stelligen Eurobereich erforderlich sind. Eine kostengünstige und einfache Lösung sind mobile Reinraumsysteme, die als Stand- oder Tischgeräte angeboten werden, z. B. der Cleanboy von Spetec. Er wird einfach aufgestellt und ist ohne weitere Installation sofort betriebsbereit. Die Luft wird über ein Vorfilter aus der Raumluft angesaugt, mit einem Hochleistungsfilter gereinigt und laminar über den Arbeitsplatz geleitet. Für diese Reinraumstation wird ein Filter des Typs H 14 verwendet. Dieser besitzt einen Ab - scheidegrad von 99,995 %. Durch den Einsatz des Filters verfügt der Cleanboy über einen Isolationsfaktor von 104. Das bedeutet eine 10 000-fache Verbesserung der Luftqualität im Reinraum gegenüber der Umgebung. www.spetec.de Neue VDI-Richtlinie zu Mikroorganismen Zahlreiche Geruchsstoffe und Lösemittel lassen sich mithilfe von Biofiltern aus Abgasströmen entfernen. Auf festen Trägersubstanzen angesiedelte Mikroorganismen zerlegen dabei aerob Schad- und Geruchsstoffe in harmlose Produkte wie Kohlenstoffdioxid und Wasser. Die neu erschienene Richtlinie VDI 3477 „biologische Abluftreinigung – Biofilter“ zeigt, welche Abgasarten beziehungsweise Stoffe erfolgreich mit einer Biofilteranlage entsorgt werden können. Die Richtlinie führt dazu Produktionsverfahren auf, bei denen sich eine biologische Abgasbehandlung mit Biofiltern in der Praxis bewährt hat. Darüber hinaus beschreibt die VDI 3477 die für eine sachgerechte Auslegung der Biofilteranlage notwendigen Grundlagen und Bewertungskriterien. Gegenüber der alten Ausgabe wurden nicht nur neueste Erkenntnisse in die Richtlinie eingearbeitet, sondern auch die Abschnitte „Deponiegasbehandlung“ und „landwirtschaftliche Biofilter“ ergänzt. www.vdi.de Gassensor mit hoher Langzeitstabilität Sensirion stellt mit dem SGP einen Siloxan-resistenten Metalloxid-Gassensor mit sehr guten Langzeitstabilität vor. Der SGP-Gassensor basiert auf Sensirions Multipixel-Plattform, die auf kleinstem Raum (2,45 × 2,45 × 0,9 mm 3 ) vier Sensorelemente in einem DFN-Gehäuse mit I2C-Schnittstelle und einem vollständig kalibrierten Ausgabesignal für Luftqualität vereint. Die einzigartige Kombination aus Langzeitstabilität und Multipixel-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten zur Überwachung und Kontrolle von Umweltparametern für Smart-Homeund Industrie-4.0-Anwendungen. Dank dieser Eigenschaften ist mit diesem Sensor nun auch die Integration von Metalloxid- Gassensoren in mobile Endgeräte möglich. Konventionelle Metalloxid-Gassensoren haben eine unzureichende Langzeitstabilität. Ursache für diese Degradation ist eine Kontamination des Sensorelements durch bestimmte chemische Verbindungen wie beispielsweise Siloxane. Die Kombination aus Sensirions Metalloxid-Technologie und Multipixel-Plattform macht den SGP extrem widerstandsfähig gegenüber Kontamination und ermöglicht so eine hohe Langzeitstabilität und Genauigkeit. Mit dem SGP ist damit nun ein zuverlässiger Metalloxid-Gassensor verfügbar. www.sensirion.com Ökologischer Abbau von schädlichen Substanzen aus Abluftströmen VOC-haltige Abluftströme werden in der verarbeitenden Industrie meist mittels thermischer Verfahren wie zum Beispiel der thermischen Nachverbrennung (TNV) behandelt. Da viele VOC-haltige Abluftströme ein großes Volumen mit vergleichsweise geringer Schadstoffbelastung aufweisen, kann dies jedoch unter Umständen ein äußerst energie- und betriebskostenintensives Verfahren sein. Mit dem CT-Eco-Verfahren von Centrotherm Clean Solutions ist es möglich, einen umfassenden biologischen Abbau von organischen Schadstoffen aus Abgasen und Abwässern in einer Vielzahl von Anwendungen zu gewährleisten. Es kommt ein Trägermaterial aus hochporösen Polyurethan- Schaumkörpern zum Einsatz, das zur weiteren Vergrößerung der Oberfläche zusätzlich mit Aktivkohle dotiert ist. Darauf befindet sich ein Bakterienfilm, der in der Lage ist, die Schadstoffe aufzunehmen und zu Kohlendioxid und Wasser zu verstoffwechseln. Vorteile sind die hohe Raumzeitausbeute und damit kompakte Bauweise der Anlagen, sowie die große Toleranz des Systems gegenüber Prozessschwankungen und Stillstandzeiten. Die modulare Bauweise der Anlagen macht es möglich, das Verfahren kundenspezifisch auf die jeweiligen Anwendungsfälle anzupassen. www.centrotherm-cs.de Modulare Absaug- und Filteranlagen Die ULT AG hat ihre Baureihe ULT 200 an Absaug- und Filteranlagen komplett überarbeitet und stellt nun eine neue Gerätegeneration vor. Dabei handelt sich um platzsparend und modular aufgebaute Systeme zur Beseitigung luftgetragener Schadstoffe wie Lötrauch oder Stäube, sowie Gase, Gerüche und Dämpfe. Die Modularität der Absauganlagen erlaubt vor allem eine hohe Flexibilität bezüglich sich ändernder Prozessbedingungen. Neben einem neuen optischen Design bestechen die Geräte durch vereinfachte und intuitive Nutzung – und das bei mehr Funktionalitäten, geräuscharmem Betrieb und einem erhöhten Kundennutzen. Aufgrund der speziell entwickelten integrierten Unterdruck-Konstanthaltung passen die Filteranlagen ihre Absaugleistung automatisch und flexibel an die notwendige Schadstofferfassung an. Dies betrifft vor allem die Absaugung an mehreren Arbeitsplätzen. Die Filtergeräte werden je nach Anwendungsgebiet mit speziell angepassten mehrstufigen Filterkonzepten, inkl. Hepa-Filter, bereitgestellt. Die kostengünstigen, separat wechselbaren Vorfilter erhöhen die Nutzungsdauer der Hauptfilter. www.ult.de 32 wlb 3/2017

LUFTREINHALTUNG/KLIMASCHUTZ TA-Luft-Konformität als Standard Die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft, kurz TA Luft, dient dem Schutz der Umwelt vor gesundheitsschädlichen Emissionen und gilt für insgesamt etwa 50 000 genehmigungspflichtige Anlagen in Deutschland. Der Armaturenexperte Armaturenwerk Hötensleben GmbH (AWH) nahm dies zum Anlass, das eigene Produktportfolio sukzessive an die Anforderungen der TA Luft anzupassen. „Mit den Prüfungen haben wir ein unabhängiges Institut beauftragt“, so Theo Meyer, Produktmanager Ventiltechnik und Standardkomponenten. Die TA Luft und die VDI 2440 sehen dafür ein Szenario vor, in dem das zu prüfende Objekt mit Helium unter Druck befüllt und über einen gewissen Zeitraum überwacht wird. Wird die in der Prüfvorschrift festgelegte Leckagerate nicht überschritten, gilt der Test als bestanden. Da bei den AWH-Produkten jede Nennweite mit drei unterschiedlichen Dichtungsqualitäten einzeln geprüft und bewertet wurde, zogen sich die Anpassungen und Prüfungen über zwölf Monate hin. Durch die Optimierung der Dichtungssitze und den Nachweis auf Dichtheit gemäß der VDI-Richtlinie konnte AWH die Qualität der eigenen Produkte nachweisen. www.awh.eu Überwachung von Ansaug- und Füllluft Das neue Überwachungsmodul von Knestel ist für die simultane Überwachung von Schadstoffen, Ölrückständen, brennbaren Gasen sowie dem Wassergehalt von Luft entwickelt worden. Anwendungsfelder sind z. B. die Überwachung von Kompressoren zur Befüllung von Atemgasflaschen oder auch die Raumluftüberwachung. Bis zu acht Gasbestandteile können dabei gleichzeitig gemessen werden, z. B. die Kombination CO, CO 2 , O 2 , SO 2 , NO, H 2 O, Öl und Wasser. Die Analyse der Gase erfolgt über einen Bypass. Eine Überwachung von Grenzwerten mit Auswahl der entsprechenden Norm (über HMI) ist ebenfalls möglich. Ein Datenaustausch mit einem Bedienteil, weiteren Sensoren oder auch Steuerungen ist möglich. Auch dazu bietet der Hersteller eigene Produkte aus dem Bereich der Antriebssteuerungen, MSR-Technik, HMIs und Gassensoren an. Damit kann eine umfassende und kundenspezifische Lösung geschaffen werden. Staub sicher binden Materialumschlagplätze, Recyclinghöfe, Baustellen, Abbruch, Erdbau, Müllverbrennung, Steinbrüche, Minen, Stahl- und Zementwerke sowie Tunnelarbeiten sind typische Einsatzgebiete für stationäre oder mobile Staubreduzierung. Nebolex Umwelttechnik stellt mobile Versorgungscontainer mit unterschiedlichen Komponenten zusammen. Die Außenmaße abhängig von der Konfiguration sind z. B. 4,05 m lang und 2,17 m breit sowie 2,50 m hoch. Das Gewicht liegt bei ca. 3 t, bedingt durch die Zusammenstellung der benötigten Ausrüstung. Der Container lässt sich einfach und kostengünstig auf einem LKW zur Baustelle transportieren und innerhalb dieser umsetzen. Das Verladen erleichtern die im Grundrahmen integrierten Gabelstaplertaschen und die an der oberen Kante angeordneten Kranösen. Die Flügeltüren bieten Zugang zu den Aggregaten für Wartungsund Servicearbeiten und sind abschließbar, so sind die Komponenten vor Wind, Wetter, Diebstahl und Vandalismus geschützt. Für die Druckluft sorgt der Kompressor. Der Einsatz eines Wärmetauschers setzt die sonst ungenutzte „Abluft des Kompressors“ sinnvoll ein und wärmt das benötigte Wasser vor. So ist auch bei leichten Minustemperaturen der Betrieb der Anlage gewährleitstet. www.nebolex.eu www.knestel.de Filterdruckkontrolle auf engem Raum Das neue Differenzdruckmanometer A2G-mini von Wika ist speziell für kleine und mittlere Lüftungs- und Klimazentralgeräte konzipiert. Mit einer Nenngröße von 63 mm und einer Einbautiefe von 32 mm kann es in engste Umgebungen eingepasst werden. Das neue Differenzdruckmanometer zeigt wachsenden Druckverlust zuverlässig und gut ablesbar an. Es ist mit vier Messbereichen von 0–250 bis 0–1 000 Pa lieferbar. Das Manometer ist komplett silikonfrei und erfüllt darüber hinaus die Anforderungen gemäß ISO 846 (Verstoffwechselbarkeit). Mit Schutzart IP68 und einer UV-stabilisierten Sichtscheibe eignet es sich zudem für Einsätze im Außenbereich. www.wika.de Besuchen Besuchen Besuchen Sie uns: Sie Sie AGRITECHNICA uns: IFAT Halle München, B3, Halle Stand Halle 20, 222 Stand B2, F 24A wlb 3/2017 33