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wlb - Wasser, Luft und Boden 3/2017

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WASSER-/ABWASSERTECHNIK

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Dichte Leichtgewichte Einsatz eines Leichtflüssigkeitsabscheiders aus Polymerbeton in der Yachtreinigung Im schleswig-holsteinischen Neumünster hat sich das Unternehmen Glogau Yachttransporte in fast 30 Jahren zu einem der größten europäischen Yachttransporteure im Luxussegment entwickelt. Um das Geschäftsfeld Yachtreinigung noch wirtschaftlicher und umweltbewusster entwickeln zu können, wurde auf dem Firmengelände ein neuer Waschplatz errichtet. Das gesammelte, belastete Spülwasser wird zukünftig in eine nachgeschaltete Abscheideranlage abgeführt. Bei der Wahl des Leichtflüssigkeitsabscheiders fiel die Entscheidung auf den Aco Koaleszenzabscheider Oleopator Pro. Die Entscheidungsfindung war letztlich Ergebnis einer kompetenten Beratungsphase. Bereits auf der Ifat 2016 konnten dem Bauunternehmer Hübner die Produkt- Highlights vorgestellt werden. Mangelnde Dichtheit und damit verbundene, zusätzliche Kosten nach dem Einbau von herkömmlichen Betonabscheidern (Nachbesserung, Nachprüfung) waren die Hauptgründe für die Recherche nach neuen Produkten, so Hübner. DIBt-geprüft Die Entscheidung wurde durch die fachkundige Beratung über den besonderen Nutzwert einer Aco Polymerbeton Leichtflüssigkeitsabscheideranlage Oleopator Pro erreicht. Dabei macht der Oleopator Pro seinem Namen alle Ehre. Denn Pro heißt in diesem Fall: professionelle Anwendung. Dauerhaftigkeit in der langjährigen Nutzung, Sicherheit durch besondere Wertbeständigkeit, so das Markenversprechen. Der Oleopator Pro ist vom Deutschen Institut für Bautechnik DIBt-geprüft und besitzt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-5.3-536. Noch auf der Ifat wurde die Erstellung eines Angebotes initiiert, sodass bereits kurz darauf dem Bauherrn und der zuständigen Behörde das Produkt und ein Einbaukonzept vorgestellt werden konnten. Die kompakte Bauart, die hochwertigen Einbauteile und die Fertigung aus dem modernen Werkstoff Polymerbeton, der die Beständigkeit von Kunststoffen mit den Lasteigenschaften von Beton vereint, überzeugten. Aufgrund wesentlich höherer Festigkeitswerte bei einer vergleichbaren Dichte sind Polymerbetonprodukte bei gleicher Belastbarkeit erheblich leichter und haben geringere Wandstärken als klassi- sche Betonprodukte. Dadurch ist Polymerbeton bei Bauunternehmen ein bevorzugter Baustoff im Tiefbau. Denn das geringe Gewicht von Aco-Bauelementen aus Polymerbeton vereinfacht die Handhabung, den Einbau, reduziert Kosten und schont Ressourcen, insbesondere beim Transport. Wirksam und platzsparend Die Nennleistung und das Volumen des Schlammfangs werden objektspezifisch anhand des tatsächlichen Bedarfs bestimmt. Ein anderer Vorteil für die Betriebskosten: Alle Abscheider dieser Baureihe sind als Schwerkraft- und als Koaleszenzabscheider geprüft (Zulassung nach DIBt Z-54.3-536). So muss beim Austausch des Koaleszenzelements der Abwasserstrom nicht unterbrochen werden, da die Schwerkraftabscheidung weiterläuft. Der Leichtflüssigkeitsabscheider gewährt bei regelmäßiger Kontrolle nach der Eigenkontrollverordnung einen sicheren, einfachen und kostengünstigen Betrieb. Der Abscheider trennt gleichzeitig Öl und Schlamm aus dem Abwasser. Schlämme und absetzbare Stoffe sinken auf den Boden, Leichtflüssigkeiten steigen an die Oberfläche und werden dort gelagert. Im Abwasserstrom verbleibende, kleine Öltröpfchen Autor: Rolf Alexander Erhardt, Geschäftsfeldleitung Abscheider und Pumpstationen, ACO Tiefbau Vertrieb GmbH, Büdelsdorf 12 wlb 3/2017

01 Nur rund die Hälfte des herkömmlichen Betongewichtes bringen die Polymerbeton- Leichtgewichte auf die Waage Fördern mit NETZSCH 02 Durch die genau ausgeformten Polymerbetonfugen passen alle Bauteile dicht aufeinander Für jede Anwendung das richtige Produkt lagern sich am Koaleszenzmaterial an, wodurch die Reinigungsleistung der Abscheideranlage deutlich erhöht wird. Der getauchte Ablauf mit selbsttätiger Verschlusseinrichtung verhindert das Ausfließen abgeschiedener Leichtflüssigkeiten. Polymerbeton kontra Beton Polymerbetonabscheider und Schachtaufbauteile bestehen aus druckfestem und dichten Polymerbeton. Aufgrund des innenund außenbeständigen Werkstoffs entfällt die Notwendigkeit einer Beschichtung oder einer PE-HD-Innenauskleidung. Grund hierfür ist der inerte Charakter des Polymerbetons gegenüber Mineralölen, der auch dauerhaft bei bestimmungsgemäßer Anwendung gegen eine Vielzahl wassergefährdender Leichtflüssigkeiten beständig ist. Anders ist es bei konventionellen, beschichteten Betonbauteilen. Ein Problem stellt die Dauerhaftigkeit von Beschichtungen, die Betonbecken von Abscheideranlagen gegen Korrosion durch agressive Leichtflüssigkeiten schützen sollen, dar. Immer wieder zeigen sich hier Beschä digungen aufgrund begrenzter Widerstandsfähigkeit herkömmlicher Beschichtungssysteme gegenüber chemischen und mechanischen Einwirkungen. Dies kann die Zerstörung des Betons zur Folge haben und gefährdet somit die Standsicherheit der Schachtanlage. Die Erneuerung der Beschichtung ist dann kosten- und zeitaufwändig. So müssen u. a. der Betrieb der Abscheideranlage unterbrochen werden (eventuell Betriebsstillstand), der Abscheiderinhalt entsorgt und alle Einbauteile ausgebaut werden. Darüber hinaus sind defekte Beschichtungen abzuschleifen, die Anlage anschließend zu reinigen, zu trocknen und eine neue, mehrschichtige Beschichtung aufzubringen. Sanierungs- bzw. Ausfallzeiten können somit zwischen vier und sieben Tage betragen. Ziel einer jeden Abscheideranlage ist die Reinigung von ölverschmutztem Abwasser und Rückhalt des Öls in der Anlage. Um zu erreichen, dass selbst unter widrigen Umständen keine Öle über den Schachtaufbau austreten können, muss der Schachtaufbau nach Norm flüssigkeitsdicht ausgeführt werden (DIN 1999-100, DIN EN 858). Die Mörtelfugen spielen dabei eine große Rolle. Durch Einwirkung von Verkehrslasten und/ oder Verwendung von ungeeignetem Mörtel entstehen Risse bzw. Abplatzungen, die letztendlich zu einem undichten Schachtaufbau führen. Geklebtes wird zum Ganzen Die Baufirma Hübner konnte zudem von den geringen Gewichten der Polymerbetonbauteile vom Oleopator Pro profitieren. Nur rund die Hälfte des herkömmlichen Betongewichtes bringen die Polymerbeton- Leichtgewichte auf die Waage. Das spart so manchen teuren Kraneinsatz ein. Durch die genau ausgeformten Polymerbeton-Fugen passen alle Bauteile bei einer Maßtoleranz von nur 0,5 mm dicht aufeinander. Dies wurde auch während des nur 1,5-stündigen Aufbaus der Anlage in Neumünster durch das Bauunternehmen Hübner, in Zusammenarbeit mit Aco Projektbetreuer Sven Bäsler, deutlich. Durch den verklebten Schachtaufbau mit Schachtund Auflageringen aus Polymerbeton wird zusätzlich ein geringes Sanierungsrisiko bis zur Schachtabdeckung erreicht. Geklebtes wird zum Ganzen. Daher war auch die abschließende Dichtheitsprüfung erfolgreich. www.aco-tiefbau.de Seit Jahrzehnten werden rotierende Verdrängerpumpen als Fördersysteme für alle Medien in der Abwasserbehandlung eingesetzt. Aufgrund ihrer Regelcharakteristik gewährleisten diese Pumpen einen sicheren und zuverlässigen sowie effizienten Prozessablauf. Gut, wenn man auswählen kann! TORNADO® Drehkolbenpumpen NEMO® Exzenterschneckenpumpen M-Ovas® Zerkleinerer NETZSCH Doppelwellenzerkleinerer M.Ovas® Zerkleinerer und NEMO® Exzenterschneckenpumpe NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH Geschäftsfeld Umwelt & Energie Tel.: +49 8638 63-1010 info.nps@netzsch.com www.netzsch.com