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wlb - Wasser, Luft und Boden 3/2015

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SPEKTRUM Bauer Gruppe

SPEKTRUM Bauer Gruppe erhält Auftrag für Sanierung der Kesslergrube Die Bauer Resources GmbH erhielt im Juli den Auftrag zur Sanierung von Perimeter 1/3-NW der Altablagerung Kesslergrube. Das Volumen des Auftrags, den die Bauer Umwelt GmbH – die auf Altlastensanierung spezialisierte Tochterfirma der Bauer Resources GmbH – ausführen wird, beläuft sich auf einen Betrag von über hundert Millionen Euro und ist damit der bislang größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte.Die Altablagerung Kesslergrube, in der im Dreiländereck – Deutschland, Frankreich, Schweiz – gelegenen Stadt Grenzach-Wyhlen, wurde von Mitte der 1950er bis 1976 als Mülldeponie genutzt, in der sich heute neben Siedlungsabfällen und Bauschutt auch Industrie- und Chemieabfälle befinden. Bauer wurde von der Roche Pharma AG als Generalunternehmer für die Sanierung von Perimeter 1/3-NW der Kesslergrube bestimmt. Die ausführende Bauer Umwelt GmbH wird unter anderem die Baustelleneinrichtung und den -betrieb, alle Tiefbaumaßnahmen, den Aushub, Abtransport und die thermische Entsorgung des Erdreiches sowie die Wiederverfüllung der ausgehobenen Baugrube sicherstellen. Seit August 2015 beginnen die Baustelleneinrichtung und der Baustellenbetrieb. Zentrale Aufgabe der Bauer Umwelt GmbH ist der Aushub und die Abfüllung von rund 280 000 t Erdreich in Spezialsicherheitscontainer, deren Abtransport sowie der spätere Bahnverladung am Güterterminal in Weil am Rhein. Das belastete Aushubmaterial wird danach der thermischen Behandlung zugeführt. Parallel zum Aushub wird Verfüllmaterial zur Wiederauffüllung der Baugrube antransportiert. Bild v.l.n.r.: Dr. Richard Hürzeler (Roche-Gesamtprojektleiter Sanierung Kesslergrube), Dr. H. Pfundner (Vorstand Roche Pharma AG), Guenther Marzog (Mitglied der Geschäftsleitung Bauer Resources GmbH und Geschäftsführer Bauer Umwelt GmbH), Dr. Frank Tidden (Leiter Vertrieb/Mitglied der Geschäftsleitung Bauer Umwelt GmbH) bei der Vertragsunterzeichnung Voraussichtlich Mitte 2020 wird die Bauer Umwelt GmbH die Baustelle zurückbauen und die Geländeoberfläche für eine mögliche spätere gewerblich-industrielle Nutzung wiederherstellen. www.bauer.de Geosummit 2016 – Erfolgreicher Kickoff zum Event 2016 24. Altlastentag Hannover 2015 Fragen der Bearbeitung von Altlasten sowie sonstiger schädlicher Bodenveränderungen bestimmen den Altlastentag Hannover, der seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hannover und der Ostfalia, Hochschule für angewandte Wissenschaften, am Campus Suderburg veranstaltet wird. Am 17. September 2015 diskutieren Fachleute aus Verwaltung, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen rund um das Thema Boden und Grundwasserschutz. Angeboten werden sechs Workshops, die sich u. a. mit den Themen Altlastenverzeichnis, weitere Sachverhaltsermittlungen nach Prüfwertüberschreitung und Grundwassersanierung beschäftigen. Ergänzend zu den Workshops sind die TeilnehmerInnen aus den Kommunalbehörden herzlich zum Fachforum eingeladen. Hier finden in der Mittagspause Diskussionen zu tagesaktuellen Themen statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage. www.altlastentag.de Am 09. Juni 2015, exakt ein Jahr vor dem Geosummit 2016, fand in Bern der offizielle Kickoff zum größten Kongress mit Messe der Geobranche in der Schweiz statt. 2016 wird die Veranstaltung unter dem Motto „Lösungen für eine Welt im Wandel“ stärker als bisher die Interaktion zwischen der Geo- Branche und den Nutzern von Geo-Anwendungen fördern sowie als Inkubator für Geo-Innovation aktiv mitwirken. Die Strategie des Geosummit setzt auf eine ausgewogene Mischung zwischen Bewährtem, wie dem Zusammenspiel zwischen Messe und Kongress oder der kontinuierlichen Kommunikation auch in den Jahren ohne Event und Neuerungen, wie bspw. der Einbettung der Dreiländertagung für Fotogrammetrie und Fernerkundung. Der Geosummit 2016 setzt thematische Schwerpunkte bei „Raumentwicklung und Smart City“, dem Know-how-Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft und will insgesamt aktiver werden in den Bereichen: Austausch, technische Innovationen, gesellschafts- und zukunftsrelevante Themen und neue Geo-Interessensgruppen. Die Workshops am Eröffnungstag des Geosummit sind offen für Verbandspartner, Patronatspartner und Bildungsinstitute. Im Rahmen des Kongresses können neu Vortragsblöcke durch Partner gesponsert werden. Allgemein wird eine bessere Ausgewogenheit an Referaten aus der Privatwirtschaft, aus Forschung und Bildung und der öffentlichen Hand geben. Der Anteil „Innovation“ erhält ein starkes Gewicht bei der Auswahl der Referate. Die SOGI, schweizerische Organisation für Geoinformation, ist Veranstalter des Geosummit vom 07. bis 09. Juni 2016 in Bern. www.geosummit.ch 2 TerraTech 3/2015

SPEKTRUM 25. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar Auf dem 25. Deponie- und Altlastenseminar wird sowohl dem Stand der Dinge als auch aktuellen Entwicklungen im Deponiebereich Rechnung getragen. Von Klimaschutzmaßnahmen für Altdeponien bis zum Bedarf an neuen Deponien für gering belastete mineralische Abfälle steht ein breites Themenspektrum auf der Agenda. Das Seminar findet vom 14. bis 15. Oktober 2015 in der Stadthalle (Kongresszentrum) Karlsruhe statt. Veranstalter ist der Arbeitskreis Grundwasserschutz e. V. (AKGWS), Berlin, und die Überwachungsgemeinschaft Bauen für den Umweltschutz e. V. (BU), Mainz. Die Beiträge der zweitägien Veranstaltung erscheinen als Buch, das zum Seminar überreicht wird. Seminarbegleitend präsentieren sich im Foyer der Stadthalle anerkannte Firmen aus dem Bereich Deponietechnik und Altlastensanierung in Form einer Fachausstellung. Im Rahmen der Abendveranstaltung ergibt sich die Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen sowie fachlichem Austausch mit Teilnehmern, Referenten, Ausstellern und den Veranstaltern. Eine Anmeldung zum Seminar kann direkt über das Internet erfolgen. www.icp-ing.de Flächenrecycling und Altlastensanierung sind Investition in die Zukunft NRW hat bei der Altlastensanierung und beim Flächenrecycling viel erreicht. „Seit Anfang der 1980er Jahre haben wir über 7000 Altlasten saniert, aber es sind auch noch etwa 30 % der 85 000 Verdachtsflächen nicht einmal ausreichend erkundet“. Das betonte NRW-Umweltstaatssekretär Peter Knitsch bei der Eröffnung des zweiten gemeinsamen Altlastensymposiums 2015 des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) und des AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in Bochum vor den rd. 450 TeilnehmerInnen. Die zügige Sanierung von industriellen Altlaststandorten und Verkehrsbrachen beseitigt Investitionshemmnisse, schafft Arbeitsplätze, gibt Impulse für städtebauliche Entwicklungen und dient dem Gesundheits-, Natur- und Umweltschutz. Der Verbrauch an Freiflächen für Verkehrs- und Siedlungszwecke wird vermindert. Die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme von noch immer rund 74 ha täglich in Deutschland ist eine besondere Herausforderung der Umweltpolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. NRW hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die Fläche, die jeden Tag neu bebaut wird, von derzeit zehn bis 2020 auf 5 ha zu reduzieren. Mittelfristig soll nicht mehr Fläche in Anspruch genommen werden, als an anderer Stelle maximal entsiegelt wird. Das Altlastensymposium 2015 ist eine der wichtigsten Kommunikationsplattformen des Jahres für alle Entscheidungsträger, Fachleute und Bearbeiter aus den Bereichen Flächenrecycling und Altlastenmanagement. www.aav-nrw.de Seminar: Altlastenmanagement in der Flächenentwicklung Eigentümer, Firmen, Verwalter, Käufer und Immobiliengesellschaften erfahren in diesem Seminar, was sie unternehmen können/müssen, wenn sie ein kontaminiertes Grundstück wieder einer Nutzung zuführen wollen. Sie erfahren, wie Verträge mit Verkäufern, Käufern, Vorbesitzern und Behörden gestaltet werden müssen. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer, welche Rechte und Ansprüche gegenüber Sachverständigen, Behörden und Untersuchungsstellen bei der Begutachtung und ggf. bei der Sanierung geltend gemacht werden können und welche Inhalte Gutachten enthalten müssen. Sie erfahren zudem, was die Behörden fordern dürfen und von wem gegebenenfalls eine Erstattung der Ausgaben für die Untersuchung und Sanierung des Grundstückes erfolgt. Im fachtechnischen Teil des Seminars werden die Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen Sanierungspflichtigen, Sachverständigen und Behörden bei der Begutachtung von kontaminierten Grundstücken dargestellt. Im Folgenden steht die Systematik der Vorgehensweise bei der Untersuchung und der Bewertung nach dem Bundes-Boden-Schutz-Gesetz im Fokus. Des Weiteren werden die relevanten Wirkungspfade für Schadstoffe an Schutzgütern erläutert. Abschließend wird die Vorbereitung und die Durchführung der wichtigsten Sanierungsverfahren anhand von Fallbeispielen erläutert. Das Seminar findet vom 04. bis 05. Dezember 2015 in Offenbach a. M. statt. Bild: Fotolia www.umweltinstitut.de Symposium „Strategien zur Boden- und Grundwassersanierung“ Das 17. Symposium Strategien zur Sanierung von Boden und Grundwasser findet am 30. November und 1. Dezember 2015 im Dechema-Haus, Frankfurt am Main, statt. Neben den Themen Rahmenbedingungen, Untersuchung und Überwachung, Sanierungsverfahren und Erfahrungen aus der Praxis sind in diesem Jahr zwei Themen besonders hervorzuheben: Bei den Sanierungsverfahren sind dies die Verfahren und Technologien zur On-site-Wasseraufbereitung. Die Wasseraufbereitungstechnik für den kommunalen und industriellen Einsatz hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte in Richtung Kosten und Energieeffizienz gemacht, hiervon kann auch die On-site-Wasserbehandlung profitieren. Ein zusätzlicher Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr die Erkundung und Sanierung im Festgestein und in Geringleitern. Das zusammen mit den Themen Natural Attenuation und hydrogeologische Modelle stark gestiegene Verständnis von Schadstoffverteilung, Abbau- und Ausbreitungsprozessen hat in den vergangenen Jahren auch Eingang in diese Thematik gefunden. Der Austausch zu diesem komplexen Bereich der Sanierung ist gewinnbringend für alle Beteiligten. Ziel des Symposiums ist es, diese Themen zu adressieren, den Kenntnisstand zu verbessern und den Erfahrungsaustausch zu fördern. In der begleitenden Fachausstellung wird Unternehmen die Möglichkeit geboten, aktuelle Entwicklungen, Technologien und Dienstleistungen zu präsentieren. Bild: Fotolia www.dechema.de TerraTech 3/2015 3