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wlb - Wasser, Luft und Boden 2/2017

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ABFALLTECHNIK/RECYCLING

ABFALLTECHNIK/RECYCLING Schutz für die Pumpe Zerkleinerer reduziert Störstoffe im Oberflächenwasser eines Entsorgungsbetriebs Verklumpter Müll, verstopfte Pumpen: Eine Gesellschaft zur Abfallbewirtschaftung hatte bei der Entsorgung des Oberflächenwassers von einer Müllsammelstelle immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Linderung brachte erst der Einsatz eines Zerkleinerers zum präventiven Schutz der Pumpen. Autor: Carsten Wenner, Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, Essen/Oldenburg Ein Dienstleister der Abfallbewirtschaftung für private und gewerbliche Kunden betreibt mehrere Entsorgungsanlagen beziehungsweise Wertstoffhöfe. Müll und gelbe Säcke lagern unter anderem auf Freiflächen für die anschließende Entsorgung, Aufbereitung und Verwertung zwischen. Um dort entstehendes Abwasser zu sammeln und einer umweltverträglichen Klärung zuzuführen, sind diese Flächen versiegelt. Zur Aufbereitung des Oberflächenwassers wird dieses in einem Schacht gesammelt und von zwei Kreiselpumpen zur Kläranlage gefördert. Die An lage muss 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr sowohl mechanisch, als auch verfahrenstechnisch optimal laufen. Mittels regelmäßiger Analysen wird überwacht, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Das Oberflächenwasser der Sammelflächen wird über Abläufe aufgefangen und einem Schacht zugeführt. Zur Förderung des Wassers sind in dem Schacht zwei trocken aufgestellte, mit Freistromrädern aufgerüstete Kreiselpumpen installiert. Das Wasser läuft den Pumpen im Freigefälle zu. Diese haben eine Förderleistung von etwa 35–40 m 3 /h und fördern im Extremfall zusammen ca. 45–55 m 3 /h. Um zu vermeiden, dass die Abläufe auf den Freiflächen verstopfen und Wasser unkontrolliert abfließt, sind diese Abläufe nur mit groben Sieben ausgestattet. Das im Schacht gesammelte Oberflächenwasser enthält daher häufig Müll, beispielsweise in Form von kleinen Gegenständen, Holzstücken oder Kunststoffteilen. Regelmäßige Störfälle In trockenen Perioden finden sich im Wasser in der Regel kaum Feststoffe und bereiten den Pumpen daher keine Probleme. Bei einsetzenden Starkregenereignissen gelangt jedoch eine größere Menge an Störstoffen in den Schacht, da der starke Wasserfluss den über längere Zeit abgelagerten Müll mit fortspült. Durch die zum Beispiel in Müllsäcken verarbeiteten Bänder oder seilähnliche Gegenstände wie Bandmaterial aus 32 wlb 2/2017

Videokassetten verklumpt der angesammelte Müll zusätzlich und verbindet sich mit weiteren Stoffen. Größere Müllklumpen führen so zu Verstopfungen der Pumpen, Schieber und in Bögen. Um derartige Probleme mit den Pumpen zu beheben, müssen die Mitarbeiter etwa zwölf Mal im Jahr ausrücken, häufig an Feiertagen oder nachts. Für die Beseitigung der Störung im unterirdischen Schacht sind zwei Mitarbeiter erforderlich, die damit etwa 2–3 Stunden beschäftigt sind. Hinzu kommt, dass das anfallende Wasser im Falle einer Verstopfung über einen Sicherheits-Überlauf in einen Behälter für bereits aufbereitetes Wasser gelangt und der gesamte Inhalt daher ein weiteres Mal die Anlage durchlaufen muss. Verklumpungen schnell aufgelöst Um Störungen und deren Auswirkungen zu vermeiden, sollte vor den Pumpen ein Zerkleinerer installiert werden. Durch den engen Schacht war das Platzangebot begrenzt. „Durch die kompakte Bauweise war der XRipper XRP von Vogelsang für uns die passende Lösung. Da der Motor senkrecht über dem Zerkleinerer installiert ist, konnten wir den XRipper im Zulauf der beiden Kreiselpumpen installieren“, erklärt der zuständige Mitarbeiter vor Ort. Der Zerkleinerer löst dort auch größere Verklumpungen schnell auf, reduziert Störstoffe auf eine unproblematische Größe und schützt so die Pumpen. Die Zerkleinerungswerkzeuge im Inneren des XRipper sind aus einem Block Spezialstahl gefertigt. Durch ihren monolithischen Aufbau wird das Drehmoment gleichmäßig auf ganzer Länge von der Welle auf die Rotoren übertragen. Dadurch sind höhere Belastungen und eine kraftvollere Zerkleinerung möglich. Die nötigen Toleranzen sind deutlich geringer als bei Systemen mit einzelnen Schneidscheiben, wodurch das Zusammenspiel der einzelnen Schneidkanten präziser wird. Langfristig weniger Betriebskosten Einen weiteren positiven Effekt hat die monolithische Konstruktion auf den Zeitbedarf für Servicearbeiten, da bei einem Teilewechsel nur wenige Einzelteile ausgetauscht werden müssen. Dank der berührungs losen Funktionsweise der Zerkleinerungswerkzeuge im Geräteinneren reduziert sich die Stromaufnahme und der Verschleiß an den Rotoren auf ein Minimum, wenn keine Feststoffe im Abwasser enthalten sind. Das sorgt langfristig für geringe Betriebskosten. Seit der Inbetriebnahme des Zerkleinerers vor über einem Jahr gab es keine Verstopfungen und Störungen mehr, weder an den Pumpen noch an Schiebern und in Bögen. Das entlastet die Mitarbeiter, die sich so auf die Überwachung der Anlage konzentrieren können. „Durch die deutliche Reduzierung der Wartungsarbeiten an den Pumpen hat sich die Investition für uns als wirtschaftlich richtige Entscheidung erwiesen“, sagt der zuständige Anlagenleiter. „Am Zerkleinerer mussten außer einem planmäßigen Ölwechsel keine regelmä ßigen oder ungeplanten Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Eine nach einem dreiviertel Jahr durchgeführte Sichtkontrolle der Ripper Rotoren ergab einen tadellosen Zustand, es war kein nennenswerter Verschleiß feststellbar“, so der Mitarbeiter weiter. www.vogelsang-gmbh.info Zerkleinerung Beistellmühlen Zentralmühlen Großmühlen Automation Angussentnahme Handlinggeräte Sonderautomation Anlagen Projektierung Fertigung Inbetriebnahme Der XRipper XRP Zweiwellen-Zerkleinerer von Vogelsang schützt Pumpen vor groben Störstoffen Getecha GmbH Am Gemeindegraben 13 63741 Aschaffenburg Tel: 06021-8400-0 Fax: 06021-8400-35 info@getecha.de www.getecha.de