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wlb - Wasser, Luft und Boden 2/2017

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WASSER-/ABWASSERTECHNIK

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Dauerhaft dicht Sanierung von Sandfang und Gerinne einer Kläranlage Kläranlagen müssen einiges aushalten: Chemische Belastung durch aggressive Abwässer, Erosion durch Sand, Steine oder Glassplitter sowie ständiges Befahren durch die Räumer hinterlassen ihre Spuren. So auch bei der Kläranlage Niederselters im Taunus. Die vorhandenen Schäden sollten mithilfe eines Spezialmörtels in möglichst kurzer Zeit beseitigt werden. Autorin: Dipl.-Kffr. Katrin Hultsch, Marketing Kommunikation, StoCretec GmbH, Kriftel Die Kläranlage Niederselters ist seit 1978 in Betrieb. Aufgrund von Mängeln am Beton wurde eine Schadensanalyse in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse: Schlechte Zug- und Druckfestigkeiten, ein erhöhter Sulfatgehalt und fortgeschrittene Karbonatisierung. Es bestand dringender Sanierungsbedarf. Am stärksten waren die Regenüberlaufbecken 1 und 2 sowie der Sand- und Fettfang einschließlich der Zuund Ablaufgerinne betroffen. Ein Fortschreiten der Zustands- und Substanzverschlechterung musste zwingend vermieden werden. Der Abwasserverband beauftragte die SiB Ingenieurgesellschaft mit der Planung der Instandsetzungsmaßnahmen. Die Herausforderungen dabei: n Es handelte sich um chemisch und mechanisch stark beanspruchte Betonbauwerke. n Der Kläranlagenbetrieb musste während der Sanierungsarbeiten aufwändig aufrechterhalten werden. Gesucht wurde ein Sanierungssystem für das Instandsetzungsprinzip R gemäß Instandsetzungsrichtlinie, das den spe ziellen Expositionen standhält. Zudem war die Verarbeitungzeit ein wichtiges Krite rium. Zum Einsatz kamen für den Anwendungsfall Kläranlage entwickelte Mörtel- und Beschichtungssysteme. Sanierung des Sandfangs Dauerhafter Schutz gegen chemische Angriffe und mechanische Belastungen Im ersten Bauabschnitt wurde der Sandfang sowie dessen Zu- und Ablaufgerinne saniert. Nach dem Ausbau aller maschinellen Ausrüstungsteile und der Reinigung der Becken entfernten die Handwerker den geschä digten Beton mittels Höchstdruckwasser strahlen, in Teilbereichen sogar bis hinter die Bewehrung. Die freigelegte und entrostete Bewehrung erhielt den Korrosionsschutzanstrich Sto- Crete TK. Danach brachten die Fachkräfte auf die gestrahlten tieferen Betonausbrüche die sulfat-beständige Haftbrücke StoCrete TH 250 auf. Diese dient als Haftverbund zwischen dem Altbeton und den Instandsetzungsmörteln StoCrete TG 252 an der Wand und StoCrete TG 154 auf dem Boden. Anschließend spritzten sie Sto- Crete TS 250 im Nassspritzverfahren vollflächig auf die vorbereiteten vertikalen Betonflächen auf. Dieser Mörtel wurde zur Betoninstandsetzung sowie zur Er- 12 wlb 2/2017

01 Das Gerinne ist durch Spezialmörtel wieder dauerhaft geschützt. Die ideale Lösung für Pumpstationen. 02 Um das Bauwerk zu sanieren, war zunächst der schadhafte Beton abzutragen, zum Teil bis hinter die Bewehrung Die neue Generation der Feststoff-Trennsysteme Wilo-EMUport CORE bietet höchste Betriebssicherheit bei der Entwässerung von Gebäuden und Liegenschaften und macht den Abwassertransport verlässlicher. höhung der Betondeckung eingesetzt. Um ihre Reinigung zu erleichtern, erhielten die Becken ein feinstrukturiertes Oberflächen finish mit dem Feinspachtel StoCrete TF 250. Die Mörtel zeichnen sich durch ein optimiertes Mörtelgefüge und einen extrem geringen C 3 A-Gehalt (0 M.-% nach Bogue) aus. Damit verfügen sie über eine hohe Widerstandsfähigkeit bis zur Expositionsklasse XA3, weshalb sie sich ideal für das dauerhafte Instandsetzen von Betonbau teilen in Kläranlagen eignen. Beschichtung für Zusatz-Schutz Zusätzlich versahen die Verarbeiter die sanierten Becken-Außenwände mit StoCryl V 100 in zwei Lagen. Das geprüfte Oberflächenschutzsystem verhindert die Wasser- und Schadstoffaufnahme in den Beton und wirkt CO 2 -bremsend. Die Räumerlaufflächen mussten außerdem gegen den Verschleiß durch das Räumerlaufrad geschützt werden. Um bei Feuchte den Antrieb des Räumers zu gewährleisten, war eine rutschhemmende Oberfläche nötig. Die betrof fenen Flächen wurden mit dem Epoxidharz StoPox 452 EP grundiert und gespachtelt. Nach der Abstreuung mit Quarzsand er hielten sie als Beschichtung das EP-Harz StoPox KU 601. Nach gut zwei Monaten wurden Sandfang und Gerinne wieder in Betrieb genommen. Sie verfügen nun über einen dauerhaften Schutz gegen chemische Angriffe und mechanische Belastungen. Substanz erhalt und Funktionsfähigkeit sind wieder zu künftig sichergestellt. Fotos: Fotolia, StoCretec www.stocretec.de Zuverlässige Vorteile des Feststoff-Trennsystems Wilo-EMUport CORE: ƒ Feststoff-Trennsystem mit höchster Betriebssicherheit durch Trennung der Feststoffe vom Abwasser: große Feststoffe müssen nicht die Pumpe passieren – keine Verstopfung ƒ Wirtschaftlich dank Retrofit-System für die einfache Sanierung alter Pumpstationen ƒ Langlebig und korrosionsfrei durch den Einsatz von PE- und PUR-Material ƒ Wartungsfreundlich dank hygienischer Trockenaufstellung und leichtem Zugang von außen ƒ Energieeinsparung durch effiziente Abwasser-Tauchmotorpumpen, wahlweise mit IE3-Motoren Wilo erweitert sein Service-Portfolio und geht den nächsten Schritt: WiloCare. Das neue Service-Angebot für garantierte Betriebs- und Kostensicherheit gibt es zum monatlichen Festpreis in drei Varianten: Basic, Comfort oder Premium. Mehr Informationen unter www.wilo.com/watermanagement