Aufrufe
vor 11 Monaten

wlb - Wasser, Luft und Boden 2/2016

wlb - Wasser, Luft und Boden 2/2016

IFAT I TITEL Perfekte

IFAT I TITEL Perfekte Kombination Analyseplattform löst komplizierte Messaufgaben zeit- und kostensparend Alina Moritz In der Analysemesstechnik und der Umsetzung von Analyselösungen wird ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und betrieblicher Sicherheit gefordert. Es gilt, einen möglichst geringen Aufwand an der Analyse-Messstelle über den gesamten Planungs- bis hin zum Instandhaltungsprozess mit geeigneten Kommunikations- und Ablauftools zu erfüllen. Die hier vorgestellte Plattform ist mit den passenden Messumformern auf den jeweiligen Applikationsbedarf ausgerichtet. Mit dem Industriestandard Memosens bekommt der Anwender die passende Kombination an die Hand, um die Anforderungen in der Analysemesstechnik zu meistern. 01 Sowohl Feldgehäuse als auch Hutschienen - varianten bieten Vorteile der Memosens- Technologie In der Vergangenheit hatte jedes analytische Messverfahren – ob induktiv, fotometrisch, amperometrisch oder potentiometrisch – seinen eigenen Transmitter oder die eigene Messwertverarbeitung sowie eine spezifische Handhabung. Das Ein-Parameter-Konzept beruhte auf dem Prinzip „ein Kanal für einen Parameter“. Dieser Grundgedanke ist auch bei der Einführung der Analyseplattform wieder aufgegriffen worden, jedoch mit den für die Plattform essenziellen Erwartungen, dass an jeder Messstelle gleiche Module gegeben sind. Die freie Wahl der Sensoren und Messparameter, die Nachrüstbarkeit zusätzlicher Eingänge oder die Kommunikation mit anderen Systemen sowie deren Entwicklungsfähigkeit mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten stellen eine Vereinfachung und Einsparung in finanzieller als auch logistischer Hinsicht dar. Die hohen Anforderungen hinsichtlich der Betriebssicherheit und der Vermeidung von Fehlbedienung als auch der reibungslose Prozessablauf werden von der neuen Analyseplattform perfekt abgedeckt. Komplizierte Messaufgaben können mit der hier verwendeten digitalen Kommunikation zeit- und kostensparend gelöst werden. Damit kann die Zeit, die nicht mehr für die Bedienung der Sensoren und Elektronik verwendet wird, gewinnbringend für effizientere Aufgaben der Anlagenoptimierung eingesetzt werden. Autorin: Alina Moritz, Marketing Managerin Analyse Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Weil am Rhein 02 Die stationären und tragbaren Probenehmer ermöglichen eine automatische Entnahme, Verteilung und Konservierung flüssiger Proben 16 wlb 2/2016

TITEL I IFAT Vereinfachte Datenübertragung Genau dies ermöglicht die Memosens- Tech nologie. Sensoren mit dieser Technologie verfügen über eine induktive Datenübertragung, die ein Verkoppeln von Mediums- und Messumformer-Potenzial durch galvanische Trennung verhindert. Die Messung als solche ist bereits im Sensor abgeschlossen. Übertragen werden allein digitale Daten nach dem einheitlichen Memosens-Protokoll. Gespeichert im diesem Protokoll, überträgt die Elektrode gleichzeitig alle Messsignale als digitale Daten. Parallel werden alle im Sensor gespeicherten Informationen, wie Kalibrierdaten, Seriennummer, Inbetriebnahmedatum, Betriebsstunden etc. des eingesetzten Sensors auf den Messumformer Liquiline übermittelt. Ein eventuell notwendiger Sensoraustausch erfolgt problemlos mit jenen im Labor vorkalibrierten Sensoren; dadurch entfällt die zeitaufwändige und fehleranfällige Feldkalibration. Probleme beruhend auf Korrosion, Feuchtigkeit, Salzbrücken und Kontaktproblemen werden durch die digitale Technik vermieden. Der Kunde gewinnt eine sichere Messwertübertragung und durch die schnell ansprechende Kommunikation eine unmittelbare Reaktionsmöglichkeit im Fehlerfall. Die Verfügbarkeit der Messstelle wird erhöht. Alle Sensoren kommunizieren digital. So kann jeder beliebige Sensor mit Memosens-Technologie entsprechend den gewünschten Messwerten an einen Transmitter der digitalen Messplattform, dem Liquilinekonzept, angeschlossen werden. Mit seinen individuellen, im Sensorkopf gespeicherten Informationen ist jeder Sensor sofort wieder einsatzbereit. Einsatzmöglichkeiten Mehr Anschlüsse gleich mehr Möglichkeiten – diese einfache Gleichung steht zudem für mehr Wirtschaftlichkeit. An den Liqui - l ine Messumformern der Serie CM44X lassen sich daher, je nach Ausführung, zwei bis acht Signalkanäle anschließen und bis zu zwölf Parameter detektieren: pH/Redox, Leitfähigkeit, Sauerstoff, Nitrat, SAK, Trübung, Chlor, Chlorid, Ammonium, Kalium und Schlammspiegel. Die einfache Handhabung des Messumformers ist durch das Setup gewährleistet, das eine Parametrierung der Geräte erleichtert. Die Duplizierung erfolgt problemlos via SD-Karte und die Parametrierung ist hier auch ohne angeschlossenen Sensor möglich. Digitale Sensoren finden in nieder- und hochenergetischen Systemen eine einfache Anwendung. „Hot Plug&Play“ soll die Konfiguration und Inbetriebnahme der Messstelle zum Kinderspiel machen. Dabei werden die passenden, digitalen Sensoren während des laufenden Betriebes angeschlossen. Sobald der Sensor angeschlossen ist, erkennt ihn der Messumformer automatisch und übernimmt die im Sensor gespeicherten Werks- oder Laborkalibrierdaten, sodass die manuelle Vor-Ort-Kalibrierung entfällt. Das Mehrkanalgerät zeigt sofort den korrekten Messwert an. Bei den Sensoreinstellungen werden nur die Menüpunkte angezeigt, die für den jeweils angeschlossenen Sensortyp relevant sind. Die vorkonfigurierten Standardeinstellungen passen für eine Vielzahl von Applikationen, die selbstverständlich spezifisch und individuell an die Kundenbedürfnisse angepasst werden können. Beim Austausch eines Moduls oder beim nachträglichen Aufrüsten erkennt die Plattform das hinzugefügte Modul automatisch und erweitert das Menü um die neu ergänzte Funktionalität. Der 4-Draht-Liquiline spricht alle Standard Feldbus-Protokolle wie Hart, Profibus DP oder Modbus. Damit funktioniert die Integration in das Prozessfeld reibungslos. Ein Ethernet-Modul ebenso einen Fernzugriff auf das Liquiline – perfekt, um weit abgelegene Mess stellen kabellos zu integrieren oder Messwerte vom Schreibtisch aus abzurufen. Bei der Speicherung der Messdaten von Kalibrier-, Bediener- und Diagnoseereignissen kann auf Logbücher zurückgegriffen werden, die über eine große Speicherkapazität verfügen und die Rückführbarkeit gewährleisten. Für höchste Nutzerfreundlichkeit teilt sich der Liquiline CM44x die Software und Hardware-Bausteine mit anderen Mitgliedern der Plattform: der stationäre Probenehmer Liquistation CSF48 sowie die Analysatorplattform mit integrierter Probeaufbereitung für die unterschiedlichsten Para meter wie etwa Phosphat, Eisen, Nitrit und Ammonium. Fotos: Fotolia, Endress+Hauser Halle A5, Stand 451/550 und Halle B3, Stand 145/244 www.de.endress.com wlb 2/2016 17