Aufrufe
vor 7 Monaten

wlb - Wasser, Luft und Boden 1/2017

wlb - Wasser, Luft und Boden 1/2017

SPECIAL I WASSER BERLIN

SPECIAL I WASSER BERLIN Adsorption trifft auf Filtration Membranverfahren zur Abtrennung von Spurenstoffen Ein Versuch mit einer Membran- Filtration in Kombination mit Aktivkohle zeigt eine Alternative zur herkömmlichen Verfahrensweise mit Aktivkohle und Sandfiltration auf. Die Umweltbelastung durch multiresistente Keime nimmt nicht zuletzt wegen der zunehmenden Verwendung von Antibiotika in der Tierzucht und Humanmedizin immer mehr zu. Das Thema Entfernung von Mikroschadstoffen aus biologisch gereinigtem Abwasser und Abtrennung multiresistenter Keime gewinnt daher stetig an Bedeutung. Mit dem zurzeit hauptsächlich eingesetzten Verfahren mit Aktivkohle und Sandfiltration können zwar Spurenstoffe wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände im Ablauf von Kläranlagen reduziert werden, jedoch hat dieses Verfahren den Nachteil, dass der Sandfilter eine vollständige Abtrennung der Aktivkohle nicht gewährleisten kann. Darüber hinaus stellen Sandfilter keine Barriere für Mikroplastik und multiresistente Autor: Dipl.-Ing. Werner Ruppricht, Sales Director Key Accounts/Prokurist, Microdyn- Nadir, Wiesbaden Keime dar. Daher ist es erforderlich, neben diesen Verfahren weitere Behandlungsschritte einzuführen. Arzneimittelrückstände ade Das im Versuch untersuchte Membranverfahren kombiniert die Adsorption von Spurenstoffen an Aktivkohle mit einer Membranfiltration. Die Membranstufe übernimmt die Abtrennung der Aktivkohle, Mikroplastik und multiresistenten Keimen. Somit stellt dieses Verfahren nicht nur die Einhaltung der bislang diskutierten und zu erwartenden Einleitwerte für Arzneimittelrückstände etc. sicher, sondern greift auch der zukünftigen Diskussion über die Abtrennung multiresistenter Keime und Mikroplastik nach Klärwerksabläufen vor. Die Versuche wurden am Standort Hünxe der Emschergenossenschaft/Lippeverband durchgeführt. Dort wird eine kommunale Kläranlage mit einer Kapazität von 17 000 Einwohnergleichwerten betrieben. Diese Kläranlage teilt sich in eine MBR­ Anlage und eine konventionelle Anlage mit je 8500 Einwohnergleichwerten auf. Mit dem Wasser des Ablaufs der konventionellen Anlage wurden die Versuche im Rahmen einer Masterarbeit der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit dem Emschergenossenschaft/Lippeverband durchgeführt. Das Filtrationsbecken der Versuchsanlage mit einem getauchten Membranmodul wird mit dem Wasser des Ablaufs des Nach­ Die Membranstufe, bestehend aus Bio- Cel BC-XLMBR-Modulen, übernimmt die Abtrennung von Aktivkohle, Mikroplastik und multiresistenten Keimen klärbeckens beschickt. In das Filtrationsbecken wird die Aktivkohle zudosiert und diese im Filtrationsbecken aufkonzentriert. Über das Membranmodul wird die Aktivkohle über die Membran mit einer Porenweite von 0,04 μm abgetrennt und das Permeat dem Ablauf zugeführt. Erfolgreiche Versuche Die Versuche zeigen, dass die Verfahrenskombination aus Aktivkohle mit anschließender Abtrennung mittels getauchten Ultrafiltrationsmoduls möglich ist und die Aktivkohle zuverlässig abtrennt. Während der gesamten Versuchszeit wurde weder ein negativer Einfluss der steigenden Aktivkohlekonzentration auf die Leistungsfähigkeit der Membranfiltration, noch eine Veränderung des Aktivkohlerückhalts der Membran festgestellt. Die hier vorgestellte Verfahrenskombination aus Aktivkohle und getauchter Membranfiltration, stellt eine Alternative zum etablierten Verfahren der Aktivkohle/ Fällung/Sandfiltration dar und hat seine Vorteile besonders im Hinblick auf die Abtrennung von multiresistenten Keimen und Mikroplastik, die in Zukunft zunehmend im Fokus stehen werden. Eine erste wirtschaftliche Abschätzung des Verfahrens zeigt die Wettbewerbsfähigkeit zu den Verfahren basierend auf Aktivkohle und Sandfiltration. Halle 3.2, Stand 305 www.microdyn-nadir.de 20 wlb 1/2017

WASSER BERLIN I SPECIAL Flexible Rohrkupplungen Rehau stellt neben der Kanalschachtfamilie Awaschacht, die universelle Rohrkupplung Awadukt Flex-Connect sowie nachhaltige Systeme für die Regenwasserbewirtschaftung und Lösungen für die Telekommunikation vor. Das Kanalschachtsystem mit DN1000, DN800 und DN600 sowie passenden Rohr- und Anschlusssystemen aus hochwertigem Polypropylen soll für jede Anwendung die richtige Lösung bieten. Hierdurch kann ein Kanalnetz bedarfsgerecht geplant und die Kosten deutlich gesenkt werden. Komplettiert wird das Angebot durch das Kanalrohrsystem Awadukt PP. Das gesamte Rohr- und Formteilprogramm besteht aus füllstofffreiem Polypropylen und ist hierdurch extrem robust. Für die Sanierung von Kanalleitungen ist vor allem aufgrund der hohen Anzahl unterschiedlicher Werkstoffe eine universelle und vor allem wirtschaftliche Lösung gefragt, wenn es um die Verbindung neuer und bestehender Leitungen geht. Die neue Rohrkupplung verspricht nicht nur eine schnelle und einfache Lösung des Problems, sondern sorgt auch für erhebliche Einsparungen. Halle 1.2, Stand 302 www.rehau.de Bandtrockner sparen Energie Sülzle Klein hat im litauischen Kaunas eine kombinierte Entwässerungs- und Trocknungsanlage für Klärschlamm in Betrieb genommen. Dafür lieferte und installierte das Unternehmen unter anderem zwei Bandtrockner des Typs Pro-Dry 2/4. Die Trockner entziehen dem Klärschlamm mit einer Wasserverdampfungsleistung von 2700 kg H₂O/h einen Großteil seines Restwassers und reduzieren damit dessen Gewicht. Auf diese Weise lässt sich ein Trockenrückstand von 90 Prozent erreichen. Das verringert den Energie- und Kostenaufwand für die Entsorgung des Klärschlamms erheblich. Eine spezielle Abluftreinigungsanlage behandelt die Abluft aus der Trocknungsanlage. Die für den Trocknungsprozess notwendige Wärme entstammt dem Kühlkreislauf des angeschlossenen Blockheizkraftwerks. In Verbindung mit einer Wärmerückgewinnung ist das System hoch energieeffizient. Halle 3.2, Stand 213 www.suelzle-gruppe.de Optimierung durch neue Pumpentechnik Die Steuerungs- und Überwachungstechnik von Xylem steigert die Effizienz bei der Betriebsführung. Echtzeitkontrollen erlauben jederzeit schnelle Reaktionen, auch bei einer Havarie. Ein Highlight ist in diesem Zusammenhang die intelligente Pumpensteuerung Flygt Smartrun. Als Teil des Flygt-Experior-Konzepts ermöglicht sie im Zusammenspiel mit einer effizienten Abwasserpumpe, die Energiekosten erheblich zu senken. Denn mithilfe von Smartrun arbeiten die Pumpen immer bei optimaler Drehzahl. Zudem kümmert sich die Steuerung um Pumpen- und Rohrreinigung, um die Sumpfreinigung sowie um sanfte Starts und Stopps. Auch die hocheffizienten Mehrstufenpumpen Lowara e-SV mit der neuesten Generation der Drehzahlregelung Hydrovar werden ausgestellt. Damit können Betreiber Energieeinsparungen von bis zu 70 % im Vergleich zu ungeregelten Aggregaten erzielen. Halle Halle 3.2, Stand 332 www.xylem.de Füllkörper steigern Klärleistung Mit den Füllkörpern von Enexio lässt sich die Leistung von Belebungsbecken um bis zu 35 % steigern: Die Füllkörper der Serie Enexio 2H Biodek-Ifas eignen sich für neue Kläranlagen und für den Bestand. Sie können im Betrieb nachgerüstet werden, um Belebungsbecken höheren Anforderungen anzupassen. Dazu werden modulweise Kaskaden der Körper – ggf. mit passender Belüftung – in das Becken eingebracht. Die Leistungssteigerung beruht auf dem Ifas-Prinzip (Integrated Fixed Film Activated Sludge). Hierbei bildet sich auf der großen Oberfläche der Körper ein stationärer Biofilm. Diese Biomasse ergänzt die vorhandene Biomasse im Belebungsbecken und erhöht so das operative Schlammalter der Anlage. An der Schlammrezirkulation sind keinerlei Änderungen erforderlich, da die zusätzliche Biomasse nur auf dem Biofilm wächst. In das Nachklärbecken gelangt ausschließlich Überschussschlamm. Ein weiterer Vorteil des Ifas-Systems ist, dass Effekte wie Blähschlammbildung die stationäre Biomasse auf den Füllkörpern nicht beeinflussen. Halle 3.2, Stand 305 www.enexio.com FLOWTITE THE FIRST CHOICE OF ENGINEERS WORLDWIDE Besuchen Sie uns auf der Wasser Berlin! GFK-ROHRSYSTEME Halle 1.2 / 100 Flowtite Rohre bestehen aus glasfaserverstärktem Polyesterharz, kurz GFK. GFK ist extrem leicht, enorm fest und erstaunlich flexibel. Flowtite Rohre überzeugen durch ihre Leistungsfähigkeit, Qualität und Lebensdauer und eignen sich für alle Druck- und drucklosen Anwendungen, in denen traditionell Guss-, Stahl-, Stahlbeton- oder Steinzeugrohre eingesetzt werden. AMIANTIT GERMANY GMBH, AM FUCHSLOCH 19, 04720 DÖBELN, GERMANY, T + 49 3431 71 82 0, INFO-DE@AMIANTIT.EU, WWW.AMIANTIT.EU