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wlb - Wasser, Luft und Boden 1/2016

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wlb - Wasser, Luft und Boden 1/2016

WASSER-/ABWASSERTECHNIK

WASSER-/ABWASSERTECHNIK Sicher vernetzt in die Zukunft Die Anforderungen der Wasserwirtschaft an moderne IT-Systeme Scada und Analyseebene die Herausforderung, der sich die Hersteller stellen müssen. Es stellt sich im Moment so dar, dass sich nur Systeme am Markt durchsetzen werden, die Web-Funktionen ohne zusätzliche Plug-ins realisieren können. Systeme, die auf Basistechnologien basieren, haben da eine viel höhere Investitionssicherheit. Die dokumentenechte Aufzeichnung der Daten ist genauso eine Spezialität wie die Zusammenfassung verteilter Anlagen. Über die vielfältigen Berechnungsmöglichkeiten und Verdichtungsalgorithmen wurden diese Daten zu brauchbaren Informationen für den Betreiber. Heute liegt der Fokus mehr auf dem Transport der Daten an die Personen, die in diesem Kontext die Informationen und Sichten benötigen, um Entscheidungen zu treffen. Das hier eine Web-Technologie die Kernfunktion darstellt, liegt in der Natur der Sache. Damit sind die Daten zudem Cloud-fähig und damit voll integriert in der Industrie-4.0-Architektur. Markus Woehl Die 4. industrielle Revolution macht auch vor der Wasserwirtschaft nicht Halt und bringt mit den Möglichkeiten auch Herausforderungen an die Betreiber mit sich. Mit der stetig wachsenden Zahl an Vernetzungsmöglichkeiten steigt auch die Komplexität der Anwendungen. So wird beispielsweise die in der Industrie 3.0 etablierte Automatisierungspyramide mit der weiteren Digitalisierung des Industrie-4.0-Konzeptes mehr und mehr in eine Cloud-Architektur überführt. Die Vielzahl der zusätzlichen Information ermöglicht dem Betreiber einen übersichtlicheren Blick auf die Vorgänge an den Betriebsmitteln und den damit verbundenen Prozessen. Richtig aufbereitet, führen diese Daten zu tragfähigen Entscheidungen, um Effizienzsteigerungen und Einsparungen zu erreichen. So neu dieses Thema klingt, so etabliert sind die zu Grunde liegenden Basis-Technologien. In den folgenden vier Abschnitten werden wir die Basis-Technologien darstellen und eine Einordung zu dem Stand der Technik vornehmen. Moderne Feldgeräte und Steuerungseinheiten haben zumindest eine Ethernet- Autor: Dipl.-Ing (FH) Markus Woehl, Videc Data Engineering GmbH, Bremen Schnittstelle und zum Teil bereits einen eingebauten Webserver, der mit seinen übergeordneten Serviceteilnehmern kommuniziert. Die IP-Vernetzung der Geräte und die damit einhergehende Intelligenz in den Geräten verlangen aber auch eine standardisierte Kommunikation. In der Online- Kommunikation hat sich in den vergangen Jahren der Standard OPC UA durchgesetzt. In der Telemetrie-Kommunikation gibt es in unterschiedlichen Regionen noch verschiedene Standards, die mehr oder weniger häufig Anwendung finden. Wichtig ist, dass die Kommunikation in die Leitsysteme über OPC UA realisiert wird und damit eine einheitliche Basis gefunden ist. Zudem findet die Vernetzung der Prozessnetzwerke oberhalb der SPS-Systeme schon seit längerem ganz selbstverständlich auf IP-Ebene statt. Hier ist die Webfunktionalität auf HMI Werte schützen Eine weitere Chance, die mit der Digitalisierung der Betriebsmittel einhergeht, ist der konsequente Fokus auf die Alarmierung der jeweiligen Verantwortlichen im Falle einer Betriebsstörung oder einer Fehlfunktion eines Prozesses. Durch die gute Vernetzung der beteiligten Systeme und Personen können die anstehenden Informationen in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Die vorschreitende Vernetzung birgt auch Risiken. Der Angriff auf das Netzwerk des Deutschen Bundestages ist ein Szenario das zeigt, wie wichtig und schützenswert die IT-Infrastruktur ist. Der Schutz der Wasserversorgungsanlagen ist ein wichtiger Baustein, der in die Betrachtung der Wasser-4.0-Architektur mit einfließen muss. Die konsequente Ausrichtung auf herstellerneutrales, objektorientiertes Produktdesign und multiple, offene Vernetzungsmöglichkeiten ist seit jeher eine Spezialität von Videc. Gepaart mit den Anforderungen aus der Fernalarmierung werden die wichtigsten Ansätze des Industrie-4.0-Konzeptes schon seit einigen Jahren erfolgreich in die Praxis überführt. Mit der zusätzlichen Integration eines Produktes zum aktiven Schutz vor Cyber-Angriffen ist es gelungen einen großen Bogen über die wichtigen Themen rund um Wasser 4.0 zu spannen. www.videc.info 14 wlb 1/2016

Kleinkläranlagen mit zugelassener Hygienisierung Die UV-Desinfektionsanlage Sanosept von Mall, die zur Hygienisierung von Abwasser aus Kleinkläranlagen dient, hat vom Deutschen Institut für Bautechnik die bauaufsichtliche Zulassung erhalten. Mall hat damit eine zugelassene Hygienisierung als dritte Reinigungsstufe unabhängig vom in der Kläranlage angewandten biologischen Verfahren im Angebot. Sanosept eignet sich zur Nachrüstung für alle biologischen Kleinkläranlagen. Die Hygienisierung oder Desinfektion des Ablaufs von Kleinkläranlagen wird seitens der Unteren Wasserbehörden immer dann gefordert, wenn eine Infektionsgefahr vom ablaufenden Wasser ausgeht. Dies kann der Fall sein, wenn für die Ableitung des gereinigten Abwassers sehr kleine Gewässer, Karstgebiete, stehende oder insbesondere Badegewässer genutzt werden sollen bzw. die Anlage in einem Trinkwassergebiet steht. Sanosept erreicht die Desinfektion allein durch den Einsatz von ultraviolettem Licht: 99,99 % aller Krankheitserreger werden in diesem rein physikalischen Prozess innerhalb von Sekunden zuverlässig abgetötet. Das desinfizierte Wasser wird anschließend über eine Probennahmeeinrichtung in ein öffentliches Gewässer geleitet. www.mall.info Intelligentes System für das Wassermanagement Mit seinen neuen Smartnet-Produkten und -Dienstleistungen will Vonroll hydro Intelligenz ins Versorgungsnetz bringen. Die heutigen und künftigen Anforderungen an Ressourcenschutz, Sicherheit und Qualität werden auf überzeugend einfache und kostengünstige Art perfekt abgedeckt. Die System-Komponenten können leicht in die heutigen Versorgungswerke eingebaut werden. Durch moderne Sensorik, Datenübermittlungstechnologien und Visualisierungstools entsteht Versorgungssicherheit mit Zukunft. Das modular konzipierte und voll integrierte System soll mit der Visualisierungs- und Kontrollsoftware Hydroport 3.0 aus Rohrnetzen das Smartnet der Zukunft machen. Hydroport basiert auf Google Maps oder anderen Kartensystemen und verschafft den Verantwortlichen auf einfachste Weise einen jederzeit aktuellen Überblick des Zustands ihrer Infrastruktur. Smartnet soll nicht nur die Grundlage für die sichere Wasserversorgung der Zukunft sein, sondern auch ein zentrales Element für die Optimierung eines wirtschaftlichen Betriebes. www.vonroll-hydro.ch Allround -Manschette bis Nennweite DN300 Die Manschette Unicon für jede Rohrverbindung von Flexseal ist nun in vier neuen Varianten mit Spannbereichen von 230 bis 465 mm erhältlich. Die universal einsetzbare Manschette verbindet alle Rohre gleicher Nennweite sicher, dauerhaft und ohne Ausgleichsringe miteinander, egal aus welchem Material die Rohre bestehen und wie ihre Oberfläche beschaffen ist. Neu auf dem Markt sind vier Varianten, die zum Beispiel Steinzeug-, GGG- , UltraRib- , GFK- und Betonrohre miteinander verbinden. Auf Anfrage fertigt Flexseal auch Manschetten bis zum Außendurchmesser von 1060 mm. Mit der Manschette können Monteure alle drucklosen Abwasserrohre verbinden bzw. reparieren: Sie brauchen für die schnelle und sichere Rohrverbindung lediglich handelsübliches Werkzeug, keine Gleit- oder Schmiermittel, keine Ausgleichsringe oder Spezialwerkzeuge. Für industrielles Abwasser... www.huber.de ... bieten wir Ihnen die beste und wirtschaftlichste Lösung Nutzen Sie einzelne Verfahrensstufen oder komplette Systemlösungen: Fein- und Mikrosiebung Abtrennung durch Flotation Biologische Reinigung in Membran-Bioreaktoren Schlammbehandlung www.flexseal.de wlb 1/2016 15